Fallbeispiele
Hüftbeschwerden in einer Tanzlehrerin
Das Ziel war, aus dem Kreislauf aus Schmerz, weniger Belastbarkeit und erneutem Schmerz herauszukommen und Anna wieder sicher zu ihrem normalen Krafttraining zurückzubringen.

Anna arbeitet als Tanzlehrerin und ist auch außerhalb ihres Berufs sehr aktiv. Sie tanzt, macht Yoga und trainiert regelmäßig im Fitnessstudio. Seit etwa drei Monaten hatte sie jedoch ein starkes Ziehen an der Außenseite des rechten Oberschenkels. Bei stärkeren Beschwerden zog es teilweise bis ins Schienbein und in den Fuß. Besonders langes Sitzen verschlechterte die Symptome. Beim Gehen ging es ihr dagegen meist besser. Da die Beschwerden teilweise bis in den Unterschenkel ausstrahlten, hatte Anna Sorge, dass möglicherweise ein Nerv oder die Bandscheibe betroffen sein könnte.
Was zeigte die Untersuchung?
Bei der Untersuchung fanden sich keine deutlichen Hinweise auf eine Nerven oder Bandscheibenproblematik. Auffällig war stattdessen ein deutlicher Kraftunterschied zwischen beiden Seiten. Die rechte Hüfte war vor allem beim seitlichen Anheben, Drehen und Strecken des Beins schwächer. Genau diese Bewegungen konnten auch das bekannte Ziehen provozieren. Zusätzlich war die Beweglichkeit der rechten Hüfte eingeschränkt. Auch beim Einbeinstand und bei einigen Übungen für das Gesäß traten die Beschwerden auf.
Unser Ansatz
Anna hatte erst wenige Monate zuvor intensiver mit Krafttraining begonnen und teilweise drei bis vier Einheiten pro Woche absolviert. Deshalb reduzierten wir zunächst die Belastung. Im Fitnessstudio startete sie mit ungefähr der Hälfte des bisherigen Gewichts und der Wiederholungen. Einige Übungen wurden angepasst oder vorübergehend ersetzt. Zusätzlich bekam sie gezielte Übungen für die Beweglichkeit der Hüfte und die seitliche Gesäßmuskulatur. Sobald sich die Beschwerden beruhigten, sollte die Kraft wieder Schritt für Schritt aufgebaut werden. Entscheidend war dabei nicht nur, wie sich eine Übung direkt anfühlte, sondern vor allem wie das Bein am nächsten Morgen reagierte. Das Ziel war, aus dem Kreislauf aus Schmerz, weniger Belastbarkeit und erneutem Schmerz herauszukommen und Anna wieder sicher zu ihrem normalen Krafttraining zurückzubringen. Hinweis: Dieses Fallbeispiel wurde anonymisiert. Der Name wurde geändert und einzelne Details leicht angepasst.
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