Fallbeispiele
Knieschmerzen beim Klettern und Bergabgehen
Das Ziel war nicht, tiefe Kniepositionen dauerhaft zu vermeiden, sondern das Bein wieder so belastbar zu machen, dass Klettern, Wandern und andere sportliche Aktivitäten ohne ständige Sorge um das Knie möglich werden.

Mara klettert und bouldert regelmäßig und macht zusätzlich viel Yoga. Seit einigen Monaten hatte sie jedoch Schmerzen an der Außenseite und in der Kniekehle des rechten Knies. Besonders hohes Antreten beim Klettern, tiefe Kniepositionen und längeres Bergabgehen provozierten die Beschwerden. Im Alltag war das Knie dagegen weitgehend unauffällig. Da die Schmerzen ohne klaren Auslöser begonnen hatten, machte Mara sich Sorgen, ob möglicherweise der Meniskus betroffen sein könnte.
Was zeigte die Untersuchung?
Die Beweglichkeit von Knie und Hüfte war insgesamt gut. Auffällig war jedoch, dass die Beinbeugemuskulatur rechts schwächer und schmerzhaft war. Besonders in stark gebeugten Kniepositionen ließ sich der bekannte Schmerz provozieren. Auch die seitliche Hüftmuskulatur war rechts etwas schwächer. Bei einbeinigen Übungen fiel es Mara zudem schwerer, das Becken stabil zu halten. Zusätzlich hatte sie eine ältere Verletzung am rechten Sprunggelenk und belastete beim Gehen eher die Außenseite des Fußes. Dadurch könnte sich die Belastung weiter nach oben bis zum Knie verändern.
Unser Ansatz
Zunächst reduzierten wir besonders provozierende Belastungen beim Klettern und Yoga. Parallel begann Mara mit gezieltem Krafttraining für Beinrückseite, Gesäß, seitliche Hüfte und Sprunggelenk. Zu Beginn arbeiteten wir viel mit statischen Übungen und steigerten die Belastung anschließend schrittweise. Vor dem Klettern konnte sie kurze Aktivierungsübungen nutzen, um das Bein auf die Belastung vorzubereiten. Das Ziel war nicht, tiefe Kniepositionen dauerhaft zu vermeiden, sondern das Bein wieder so belastbar zu machen, dass Klettern, Wandern und andere sportliche Aktivitäten ohne ständige Sorge um das Knie möglich werden. Hinweis: Dieses Fallbeispiel wurde anonymisiert. Der Name wurde geändert und einzelne Details leicht angepasst.
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