Fallbeispiele
Knieschmerzen nach fünf Kilometern
Das Ziel war, das gesamte Bein unter Belastung besser kontrollieren zu können und dadurch wieder Vertrauen in längere Läufe und Wanderungen zu bekommen.

Sophie konnte im Alltag problemlos gehen und auch kürzere Läufe waren beschwerdefrei. Nach ungefähr fünf Kilometern Joggen oder bei längeren Bergabwanderungen begann jedoch die Außenseite des rechten Knies zu schmerzen. Ihr Ziel war klar: spontan zehn Kilometer laufen und lange Wanderungen machen können, ohne ständig über das Knie nachdenken zu müssen.
Was zeigte die Untersuchung?
Die Kraft der großen Beinmuskeln war grundsätzlich gut. Auffällig wurde es vor allem bei dynamischen Bewegungen. Im Einbeinstand und bei Sprüngen war das rechte Bein instabiler. Das Knie kippte teilweise nach innen und es fiel Sophie schwer, Fuß, Hüfte und Rumpf gleichzeitig zu kontrollieren. Auch die seitliche Hüftmuskulatur war rechts etwas schwächer. Beim Laufen machte sie mit dem rechten Bein außerdem längere Schritte als mit dem linken.
Unser Ansatz
Der Schwerpunkt lag deshalb nicht nur auf dem Knie selbst. Wir trainierten Hüftkraft, Fußkontrolle und Rumpfstabilität in einbeinigen Situationen. Dazu kamen kontrollierte Übungen für Landungen und später auch spezifisches Lauftraining. Gleichzeitig änderten wir die Belastungssteuerung. Statt selten sehr lange Strecken zu laufen oder zu wandern, sollte Sophie regelmäßiger trainieren und die Distanz schrittweise steigern. Das Ziel war, das gesamte Bein unter Belastung besser kontrollieren zu können und dadurch wieder Vertrauen in längere Läufe und Wanderungen zu bekommen. Hinweis: Dieses Fallbeispiel wurde anonymisiert. Der Name wurde geändert und einzelne Details leicht angepasst.
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