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Fallbeispiele

Schulterschmerzen beim Boxen

Das Ziel war nicht nur Schmerzfreiheit, sondern eine Schulter, die Geschwindigkeit und Belastung beim Boxen wieder sicher kontrollieren kann.

Elsa Durieux
Schulterschmerzen beim Boxen

Tobias ist Boxer und Kickboxtrainer. Seit ungefähr einem Jahr hatte er immer wieder Schmerzen an der Vorderseite der rechten Schulter. Besonders beim geraden Schlag und bei schnellen Schlagbewegungen traten die Beschwerden auf. An empfindlichen Tagen waren sogar Heben und Tragen im Alltag unangenehm. Normale Liegestütze funktionierten dagegen deutlich besser.

Was zeigte die Untersuchung?

Die Schulter war sehr beweglich und grundsätzlich gut belastbar. Auffällig waren jedoch deutliche Kraftdefizite in bestimmten Schulterpositionen. Vor allem beim Drehen und Anheben des Arms fehlte rechts Kraft und Kontrolle. Zusätzlich bewegte sich das rechte Schulterblatt bei Belastung deutlich stärker vom Brustkorb weg. Dadurch konnte die Kraft aus Rumpf und Schulter beim Schlagen weniger effizient übertragen werden. Die Untersuchung passte insgesamt zu einer Überlastung der vorderen Schulter in Kombination mit fehlender Schulterblattkontrolle.

Unser Ansatz

Zunächst reduzierten wir schnelle und harte Schlagbelastungen. Langsames Schattenboxen blieb möglich. Parallel begann Tobias mit statischen Kraftübungen für die Schulter sowie Übungen für die Kontrolle des Schulterblatts. Danach sollte die Belastung schrittweise dynamischer werden. Erst im nächsten Schritt sollten schnelle Schläge und später wieder volle Schlagkraft integriert werden. Das Ziel war nicht nur Schmerzfreiheit, sondern eine Schulter, die Geschwindigkeit und Belastung beim Boxen wieder sicher kontrollieren kann. Hinweis: Dieses Fallbeispiel wurde anonymisiert. Der Name wurde geändert und einzelne Details leicht angepasst.

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