Fallbeispiele
Trainingsroutine für chronische Beschwerden auf der linken Körperseite.
Das Ziel war, die Unterschiede zwischen beiden Seiten besser auszugleichen und eine Trainingsroutine aufzubauen, die langfristig mehr Belastbarkeit und Sicherheit schafft.

Anna ist vielseitig aktiv. Sie tanzt, klettert, fährt Fahrrad und macht regelmäßig Qi Gong und Tai Chi. Trotzdem bemerkte sie über viele Jahre immer wieder Beschwerden auf der linken Körperseite. Dazu gehörten Spannungen im unteren Rücken und Becken, ein Ziehen im Oberschenkel, verspannte Beinrückseiten sowie wiederkehrende Spannung im mittleren Rücken. Zum Zeitpunkt der Untersuchung hatte sie keine akuten Schmerzen. Ihr Ziel war deshalb vor allem, mögliche Zusammenhänge zu verstehen und präventiv eine passende Trainingsroutine aufzubauen.
Was zeigte die Untersuchung?
Anna hatte eine gute Grundkraft und ein sehr gutes Körpergefühl. Auffällig waren jedoch mehrere kleinere Unterschiede zwischen rechts und links. Die linke Hüfte war deutlich beweglicher als die rechte. Gleichzeitig waren die linke Gesäßmuskulatur und die linke Beinrückseite schwächer. Bei einbeinigen Übungen zeigte sich außerdem immer wieder eine Drehung des Beckens nach links. Das war zum Beispiel bei Ausfallschritten, einbeinigem Beckenheben und Übungen im Seitstütz sichtbar. Auch die linke Schulter war in einigen Bewegungen etwas schwächer. Zusätzlich gab es kleinere Unterschiede in der Beweglichkeit von Nacken, Brustwirbelsäule und unterem Rücken.
Unser Ansatz
Statt nur die Stellen zu behandeln, die sich immer wieder verspannt anfühlen, lag der Fokus auf mehr Kraft und Kontrolle in einseitigen Bewegungen. Anna bekam Übungen für die linke Gesäßmuskulatur und Beinrückseite sowie für die Kontrolle des Beckens. Zusätzlich integrierten wir gezielte Übungen für Schulterkraft und die Beweglichkeit des mittleren Rückens. Besonders wichtig war dabei die Qualität der Bewegung. Das Gewicht sollte fordernd sein, aber nur so hoch, dass Anna die Bewegung ohne Ausweichbewegungen kontrollieren konnte. Das Ziel war, die Unterschiede zwischen beiden Seiten besser auszugleichen und eine Trainingsroutine aufzubauen, die langfristig mehr Belastbarkeit und Sicherheit schafft. Hinweis: Dieses Fallbeispiel wurde anonymisiert. Der Name wurde geändert und einzelne Details leicht angepasst.
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