Fallbeispiele
Zurück ins Training nach Bandscheibenvorfällen in der Halswirbelsäule
Das Ziel war, nicht dauerhaft aus Angst vor Beschwerden auf Sport zu verzichten, sondern Belastung kontrolliert wieder aufzubauen und Sicherheit im eigenen Körper zurückzugewinnen.

Markus war früher sehr sportlich (Fußball und Kickboxen) und wollte nach zwei Bandscheibenvorfällen im Bereich der Halswirbelsäule wieder Vertrauen in seinen Körper und ins Krafttraining gewinnen. Zu Beginn waren die Beschwerden deutlich stärker. Neben Nackenschmerzen traten unter anderem Ausstrahlungen in die Arme, Schwindel und Kopfschmerzen auf. Diese Symptome waren medizinisch abgeklärt worden und hatten sich inzwischen deutlich gebessert. Aktuell standen vor allem wiederkehrende Kopfschmerzen und Verspannungen im Nacken im Vordergrund. Stress verstärkte die Beschwerden, ebenso bestimmte Kopfbewegungen. Gleichzeitig war die Unsicherheit groß, wie viel Belastung überhaupt wieder möglich war.
Was zeigte die Untersuchung?
Die Kraft der Schultern war insgesamt gut. Auffällig waren vor allem Einschränkungen in der Beweglichkeit von Nacken und Brustwirbelsäule. Interessant war, dass einige Bewegungen deutlich besser funktionierten, wenn Markus den Kopf bewusst neutral hielt und das Kinn leicht zurücknahm. Einfache Zugbewegungen und Übungen für die Schulterblätter konnte er bereits gut und ohne deutliche Verschlechterung durchführen.
Unser Ansatz
Der Fokus lag zunächst nicht darauf, möglichst schnell wieder schwere Gewichte zu bewegen. Stattdessen ging es darum, Vertrauen in Bewegung und Belastung zurückzugewinnen. Wir kombinierten kontrollierte Bewegungen für Nacken und Brustwirbelsäule mit Übungen für Schulterblätter und oberen Rücken. Danach sollte das Krafttraining schrittweise erweitert werden, zum Beispiel durch Rudern und später kontrolliertes Drücken über Kopf. Gleichzeitig bekam Markus Strategien, die er bei Verspannungen und Kopfschmerzen selbst einsetzen konnte, darunter Entspannung, Wärme und sanfte Bewegung. Das Ziel war, nicht dauerhaft aus Angst vor Beschwerden auf Sport zu verzichten, sondern Belastung kontrolliert wieder aufzubauen und Sicherheit im eigenen Körper zurückzugewinnen. Hinweis: Dieses Fallbeispiel wurde anonymisiert. Der Name wurde geändert und einzelne Details leicht angepasst. Aufgrund der neurologischen Vorgeschichte erfolgte der Trainingsaufbau vorsichtig und unter Berücksichtigung der medizinischen Abklärung.
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