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Fallbeispiele

Zurück zum Rugby nach einer Innenbandverletzung am Knie

Das Ziel war nicht nur, wieder schmerzfrei laufen zu können, sondern das Knie Schritt für Schritt auf die Geschwindigkeit, Richtungswechsel und Kontakte beim Rugby vorzubereiten.

Elsa Durieux
Zurück zum Rugby nach einer Innenbandverletzung am Knie

Nora verletzte sich beim Rugby am rechten Knie. Bei einem Tackle wurde das Bein ungünstig belastet. Die anschließende Untersuchung zeigte eine Verletzung des Innenbandes. Für mehrere Wochen musste sie eine Orthese tragen und die Beweglichkeit des Knies war zunächst deutlich eingeschränkt. Etwa 13 Wochen nach dem Unfall war die Situation schon deutlich besser. Fahrradfahren war wieder schmerzfrei möglich und auch zwei Kilometer lockeres Joggen funktionierten. Das große Ziel blieb aber die Rückkehr zum Rugby.

Was zeigte die Untersuchung?

Die Beweglichkeit des Knies war fast vollständig zurück und auch die Kraft der Oberschenkelvorderseite war bereits relativ gut. Deutlichere Unterschiede zeigten sich jedoch an anderer Stelle. Die rechte Hüftmuskulatur war schwächer als die linke. Bei schnellen einbeinigen Sprüngen war das rechte Knie außerdem noch etwas instabil. Gleichzeitig waren die Bodenkontaktzeiten relativ lang und es fiel Nora schwer, Becken und Rumpf während schneller Bewegungen stabil zu halten. Gerade für Rugby ist das entscheidend. Beim Laufen, Abbremsen, Richtungswechseln und später auch bei Tackles muss das Bein Belastungen nicht nur aushalten, sondern schnell und kontrolliert darauf reagieren können.

Unser Ansatz

Das Krafttraining wurde deshalb weiter gesteigert. Der Fokus lag auf Oberschenkel, Gesäß, seitlicher Hüfte und Rumpfstabilität. Zusätzlich begannen wir mit einbeinigen Sprüngen. Dabei ging es zunächst um eine stabile Landung und kurze Bodenkontaktzeiten. Auch das Lauftraining wurde strukturiert aufgebaut. Von zwei Kilometern sollte die Distanz zunächst schrittweise bis auf fünf Kilometer gesteigert werden. Erst danach sollten Tempo, Höhenmeter und anspruchsvollere Bewegungen hinzukommen. Im Rugbytraining waren zunächst Übungen mit Ball möglich. Körperkontakt und schnelle Richtungswechsel sollten aber erst später wieder integriert werden. Das Ziel war nicht nur, wieder schmerzfrei laufen zu können, sondern das Knie Schritt für Schritt auf die Geschwindigkeit, Richtungswechsel und Kontakte beim Rugby vorzubereiten. Hinweis: Dieses Fallbeispiel wurde anonymisiert. Der Name wurde geändert und einzelne Details leicht angepasst.

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